Was kostet die SEO-Optimierung einer Website? Preise 2026
Von Osman BaripogluVeröffentlicht Aktualisiert 11 Min. Lesezeit

Die SEO-Optimierung einer Website kostet in Deutschland so viel, wie sie Arbeitszeit braucht. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) nennt in seinem Leitfaden zur Agenturwahl branchenübliche Stundensätze zwischen 75 und 150 Euro. Für die einmalige Grundoptimierung einer kleinen Website mit wenigen Seiten landen Sie damit nach unserer Überschlagsrechnung im oberen drei- bis unteren vierstelligen Bereich, die laufende Betreuung kommt monatlich dazu. Wie sich diese Summen zusammensetzen, welches Abrechnungsmodell zu Ihrem Betrieb passt und woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen, zeigen wir Ihnen hier mit konkreten Rechenbeispielen.
Woraus setzt sich der Preis für SEO zusammen?
Wer nach den Kosten für SEO fragt, bekommt oft eine einzige Zahl genannt. Hilfreicher ist es, die Leistung in ihre Bausteine zu zerlegen. Dann sehen Sie, wofür Sie bezahlen, und können Angebote vergleichen.
Einmalige Arbeiten fallen am Anfang an oder bei einem Relaunch:
- Technische Prüfung: Lädt die Seite schnell? Ist sie auf dem Smartphone gut bedienbar? Kann Google alle Seiten finden und lesen?
- Keyword-Recherche: Mit welchen Begriffen suchen Ihre Kunden tatsächlich, zum Beispiel „Badsanierung Leipzig“ statt „Sanitärlösungen“?
- Onpage-Optimierung: Seitentitel, Beschreibungen, Überschriften, Texte und interne Verlinkung werden auf diese Begriffe ausgerichtet.
- Lokale Grundlagen: Google-Unternehmensprofil, einheitliche Adressdaten, Impressum und Kontaktseite.
Laufende Arbeiten halten die Sichtbarkeit stabil und bauen sie aus:
- neue Inhalte, etwa Leistungsseiten oder Antworten auf typische Kundenfragen
- Pflege des Google-Profils mit Beiträgen, Fotos und Antworten auf Bewertungen
- technische Wartung, Updates und Sicherheit
- Auswertung: Was bringt Anfragen, was nicht?
Viele Angebote bündeln beides. Fragen Sie trotzdem nach, welcher Anteil einmalig ist und was Sie Monat für Monat tatsächlich bekommen.
Was bedeuten Stundensätze konkret in Euro?
Weil fast jeder Anbieter intern in Stunden kalkuliert, lohnt sich eine eigene Überschlagsrechnung. Die folgende Beispielrechnung geht von einer typischen Website eines Handwerksbetriebs oder einer Beratung mit bis zu acht Seiten aus. Die Stundenzahlen sind unsere Annahmen für eine Seite in durchschnittlichem Zustand, die Stundensätze entsprechen der vom BVDW genannten Spanne von 75 bis 150 Euro.
- Technische Prüfung und Keyword-Recherche (4 bis 6 Stunden): bei 75 € pro Stunde 300 bis 450 €; bei 150 € pro Stunde 600 bis 900 €
- Onpage-Optimierung von 8 Seiten (1 bis 2 Stunden je Seite, 8 bis 16 Stunden): bei 75 € 600 bis 1.200 €; bei 150 € 1.200 bis 2.400 €
- Google-Unternehmensprofil einrichten (1 bis 2 Stunden): bei 75 € 75 bis 150 €; bei 150 € 150 bis 300 €
- Einmalig gesamt (13 bis 24 Stunden): bei 75 € 975 bis 1.800 €; bei 150 € 1.950 bis 3.600 €
- Laufende Betreuung pro Monat (3 bis 8 Stunden): bei 75 € 225 bis 600 €; bei 150 € 450 bis 1.200 €
Zwei Dinge fallen auf. Erstens ist der Unterschied zwischen günstigem und teurem Stundensatz ähnlich groß wie der zwischen kleinem und großem Aufwand. Zweitens macht die Onpage-Arbeit an den Texten den größten Block aus. Wenn Sie Ihre Leistungen selbst gut beschreiben können und nur die Struktur optimieren lassen, sinkt der Preis spürbar.
Nicht in der Rechnung stehen Texte, die komplett neu geschrieben werden müssen, Fotos, Videos oder ein neues Design. Ist die bestehende Website technisch veraltet, ist ein Neuaufbau manchmal günstiger als das Flicken der alten Seite. Was eine neue Website kostet, haben wir in unserem Vergleich der Website-Kosten für Selbstständige aufgeschlüsselt. Ob Sie selbst bauen oder bauen lassen sollten, klärt der Ratgeber Website selbst erstellen oder erstellen lassen.
Welche Abrechnungsmodelle gibt es für SEO?
Wie Sie bezahlen, beeinflusst, wie gut Sie Ihre Kosten planen können. Diese Modelle begegnen Ihnen in Angeboten:
- Stundensatz: Abgerechnet werden die tatsächlich geleisteten Stunden. Passt, wenn Sie einzelne Aufgaben vergeben. Achten Sie auf Stundennachweise und eine Obergrenze.
- Tagessatz: Eine Pauschale pro Arbeitstag, etwa für Workshops. Passt, wenn Sie selbst umsetzen und Anleitung brauchen. Achten Sie darauf, was am Ende des Tages konkret vorliegt.
- Projektpreis: Ein fester Betrag für eine definierte Optimierung. Passt für eine einmalige Grundoptimierung. Achten Sie auf eine Liste aller enthaltenen Seiten und Arbeiten.
- Monatliche Pauschale: Ein fester Betrag für ein Stundenkontingent oder Aufgabenpaket. Passt für laufende Betreuung. Achten Sie auf Laufzeit, Kündigungsfrist und einen monatlichen Bericht.
- Festpreispaket: Fester Einmal- und Monatspreis für definierte Leistungen. Passt, wenn Sie Budget und Umfang genau kennen wollen. Achten Sie darauf, ob das Paket Ihre wichtigsten Bausteine abdeckt.
- Erfolgsabhängig: Bezahlung pro Ranking, Besucher oder Anfrage. Selten sinnvoll. Achten Sie darauf, was als „Erfolg“ zählt und wer ihn misst.
Für Selbstständige und kleine Betriebe sind vor allem Projektpreise und Festpreispakete praktisch. Sie wissen vorher, was Sie bezahlen, und müssen keine Stundenzettel prüfen. Erfolgsabhängige Modelle klingen fair, verleiten Anbieter aber dazu, auf leicht erreichbare Begriffe zu optimieren, nach denen kaum jemand sucht, der wirklich etwas kaufen will. Auch der BVDW rät bei erfolgsabhängigen Vergütungen im SEO zur Vorsicht, weil sich Erfolg nicht garantieren lässt.
Wovon hängen die SEO-Kosten ab?
Zwei Betriebe mit gleich großer Website können sehr unterschiedliche Angebote bekommen. Das liegt an diesen Faktoren.
Zustand und Größe der Website
Eine Seite mit klarer Struktur, schnellen Ladezeiten und eigenen Texten braucht wenig Nacharbeit. Eine Website mit veraltetem System, kopierten Herstellertexten und fehlender Mobilansicht braucht viel. Jede zusätzliche Leistungsseite erhöht den Aufwand, weil sie einzeln recherchiert und optimiert wird. Wie Sie Ladezeit selbst einschätzen, zeigt unser Ratgeber zu Ladezeit und Core Web Vitals.
Wettbewerb und Suchgebiet
Ein Steuerberater, der in einer Kleinstadt gefunden werden will, hat es leichter als ein Onlineshop, der bundesweit um denselben Begriff konkurriert. Lokale Suchen wie „Elektriker Bielefeld“ sind meist mit überschaubarem Aufwand erreichbar. Bundesweite Begriffe brauchen mehr Inhalte und mehr Zeit.
Inhalte: Wer schreibt?
Gute Texte sind der wichtigste und zugleich teuerste Baustein. Liefern Sie Fakten, Fotos und Fachwissen zu, muss der Dienstleister weniger recherchieren. Soll er alles selbst erarbeiten, steigt der Preis.
Wie viel Sie selbst übernehmen
Manche Betriebe pflegen ihr Google-Profil selbst und lassen nur die Website optimieren. Andere wollen gar nichts damit zu tun haben. Beides ist legitim, schlägt sich aber direkt im Monatspreis nieder. Entscheidend ist, ehrlich einzuschätzen, ob Sie die Aufgaben im Alltag tatsächlich erledigen.
Warum ist das Google-Profil der günstigste Hebel?
Für Handwerker, Praxen, Salons und lokale Berater beginnt die Sichtbarkeit selten bei der Website, sondern beim Google-Unternehmensprofil, also dem Eintrag, der bei Google Maps und neben den Suchergebnissen erscheint. Dieses Profil können Sie kostenlos hinzufügen oder beanspruchen. Es gibt keine Gebühr an Google.
Kosten entstehen nur durch Zeit: für die vollständige Einrichtung mit Kategorien, Leistungen, Öffnungszeiten und Fotos, und danach für die laufende Pflege. Wer das selbst machen möchte, findet die Schritte in unserer Anleitung zum Google-Unternehmensprofil. Wie Profil, Website und Bewertungen zusammenspielen, damit Sie bei Suchen „in der Nähe“ auftauchen, erklären wir im Ratgeber lokal gefunden werden.
Ein Tipp aus der Praxis: Bevor Sie Geld in umfangreiche Website-Optimierung stecken, prüfen Sie, ob Ihr Profil vollständig ist und regelmäßig neue Bewertungen bekommt. Bei lokalen Betrieben ist das oft der Schritt mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung. Wie Sie an mehr Bewertungen kommen, steht im Ratgeber mehr Google-Bewertungen.
Wie plane ich mein SEO-Budget als kleiner Betrieb?
Ein sinnvolles Budget leiten Sie nicht aus dem ab, was andere ausgeben, sondern aus dem Wert, den ein neuer Kunde für Sie hat. So gehen Sie vor:
- Wert eines Auftrags bestimmen: Wie hoch ist Ihr durchschnittlicher Auftrag, und wie viel davon bleibt nach Material und Arbeitszeit als Deckungsbeitrag?
- Laufende Kosten aufs Jahr hochrechnen: Monatspauschale mal zwölf, plus einmalige Optimierung, verteilt auf zwei bis drei Jahre.
- Break-even ausrechnen: Jahreskosten geteilt durch den Deckungsbeitrag pro Auftrag ergibt die Zahl zusätzlicher Aufträge, ab der sich SEO trägt.
- Realistisch prüfen: Ist diese Zahl in Ihrer Region und Branche erreichbar? Suchen Menschen überhaupt bei Google nach Ihrer Leistung?
- Zeitrahmen einplanen: Rechnen Sie mit mehreren Monaten, bis Optimierungen spürbar Anfragen bringen. Budget, das nach acht Wochen gekündigt wird, ist meist verlorenes Geld.
Rechenbeispiel: Ein Malerbetrieb hat einen durchschnittlichen Auftragswert von 3.000 Euro, davon bleiben rund 30 Prozent, also 900 Euro, als Deckungsbeitrag. Er zahlt 300 Euro im Monat für die Betreuung, also 3.600 Euro im Jahr. Teilt man 3.600 durch 900, ergibt das vier zusätzliche Aufträge pro Jahr. Ab dem fünften Auftrag verdient der Betrieb an seiner Sichtbarkeit. Bei einem Friseursalon mit kleinen Einzelbeträgen rechnet man dagegen mit Stammkunden: Eine Kundin, die über Jahre alle sechs Wochen kommt, ist viel mehr wert als ihr erster Termin.
Wann lohnt sich SEO nicht?
Ehrlich gesagt: nicht immer. Wenn Ihr Kalender über Empfehlungen auf Monate gefüllt ist, wenn kaum jemand bei Google nach Ihrer Leistung sucht oder wenn Sie gerade keine weiteren Aufträge annehmen können, ist Geld für SEO schlecht angelegt. Dann reichen oft ein gepflegtes Google-Profil und eine saubere Website, damit Empfehlungen Sie schnell finden und Vertrauen fassen.
Woran erkenne ich ein seriöses SEO-Angebot?
Ein gutes Angebot ist konkret. Es nennt die Seiten, die bearbeitet werden, die Begriffe, auf die optimiert wird, und die Form, in der Sie über Ergebnisse informiert werden. Prüfen Sie jedes Angebot mit diesen Fragen:
- Steht drin, welche Arbeiten einmalig und welche monatlich anfallen?
- Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und wie lange sind Sie gebunden, bevor Sie erste Ergebnisse sehen?
- Bekommen Sie regelmäßig einen verständlichen Bericht?
- Bleiben alle Zugänge zu Website, Google-Profil und Statistiken bei Ihnen?
Warnsignale sind dagegen:
- Versprochene Platzierungen: Google stellt im Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung selbst klar, dass niemand die Aufnahme in den Index oder erste Plätze zusichern kann. Wer Platz 1 verspricht, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.
- Geheimrezepte: Laut demselben Leitfaden gibt es keinen Trick, der automatisch nach oben führt. Gute Optimierung macht es Google leichter, Ihre Inhalte zu finden, zu erfassen und zu verstehen.
- Pakete mit hunderten Backlinks für wenig Geld. Solche Links stammen meist aus wertlosen Verzeichnissen und können eher schaden als nützen.
- Unklare Leistungen, etwa „SEO-Betreuung Basic“ ohne Beschreibung, was darin steckt.
Ein niedriger Preis allein ist kein Warnsignal, solange der Umfang klar beschrieben ist. Ein hoher Preis ist umgekehrt kein Qualitätsnachweis.
Warum ist Transparenz wichtiger als der niedrigste Preis?
Viele Selbstständige scheitern nicht an zu hohen SEO-Kosten, sondern an Kosten, die sie nicht einordnen können. Ein Angebot über 600 Euro im Monat ist teuer, wenn niemand erklärt, was dafür passiert. Ein Festpreis, der genau beschreibt, welche Seiten optimiert und wie das Google-Profil gepflegt wird, ist dagegen planbar.
Deshalb arbeiten wir mit festen Preisen und einem monatlichen Bericht in verständlicher Sprache. Ranking-Zusagen machen wir nicht, weil sie niemand seriös machen kann. Was wir zusagen, ist klar umrissene Arbeit, deren Wirkung Sie im Bericht nachvollziehen können.
Außerdem sollte SEO für kleine Betriebe kein isoliertes Projekt sein. Eine optimierte Website bringt wenig, wenn Anfragen danach im Postfach liegen bleiben. Sichtbarkeit, Google-Profil und eine automatische Bearbeitung von Anfragen gehören zusammen.
Was kostet SEO beim Sichtbarkeitshaus?
Wenn Sie keine Zeit für Marketing haben, aber bei Google gefunden werden wollen, übernehmen wir die Arbeit für Sie, komplett schriftlich und online, ohne Abstimmungstermine. Sie wählen einzelne Bausteine oder ein Paket, die Preise stehen vorher fest.
Einzelne Leistungen aus unserem Leistungskonfigurator (alle Preise zzgl. MwSt.):
- SEO-Grundoptimierung: 249 € einmalig
- Google-Unternehmensprofil einrichten oder optimieren: 129 € einmalig
- SEO-Betreuung: 249 € im Monat
- Website mit bis zu 8 Seiten: 1.290 € einmalig
- Wartung & Hosting: 39 € im Monat
Unsere Pakete mit laufender Betreuung:
- Start: 1.290 € einmalig und 99 € im Monat – Website, Grund-SEO, Google-Profil, Pflege und Monatsbericht
- Wachstum: 1.490 € einmalig und 299 € im Monat – zusätzlich laufende Suchmaschinenoptimierung und drei Ratgeberartikel pro Woche
- Vollpräsenz: 1.990 € einmalig und 690 € im Monat – zusätzlich zwei Videos pro Woche
Die laufende Betreuung hat eine Mindestlaufzeit von sechs Monaten und ist danach monatlich kündbar. Bezahlt wird vorab, und wir starten am nächsten Werktag nach Zahlungseingang; den Fortschritt sehen Sie live in Ihrem Kundenbereich, und die Abnahme machen Sie.
Wie wir bei der Google-Sichtbarkeit für Selbstständige vorgehen, sehen Sie auf der Leistungsseite. Wenn Sie erst wissen wollen, wo Ihre Seite heute steht, starten Sie mit dem kostenlosen Website-Check.
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Osman Baripoglu
Inhaber von Sichtbarkeitshaus, Essen
Osman Baripoglu begleitet Selbstständige bei Website, Google-Sichtbarkeit, Video und KI – mit einem festen Ansprechpartner von der Planung bis zur Betreuung.
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