Warum meine Website keine Anfragen bringt – 9 häufige Gründe
Redaktion Sichtbarkeitshaus ·
Viele Selbstständige kennen das Gefühl: Die Website ist online, sie sieht ordentlich aus, sie hat vielleicht sogar Geld gekostet – aber das Telefon klingelt trotzdem nicht. Anfragen kommen weiterhin fast ausschließlich über Empfehlungen. Die Website ist eine Visitenkarte, aber kein Kanal, über den neue Kunden zu Ihnen finden.
Das ist kein Einzelfall, sondern eher die Regel. Die gute Nachricht: Die Ursachen sind meistens bekannt, und fast alle lassen sich beheben. In diesem Ratgeber gehen wir neun Gründe durch, die wir in der Praxis immer wieder sehen. Sie können die Liste wie eine Checkliste nutzen und Punkt für Punkt prüfen, wo Ihre eigene Website steht.
1. Niemand findet die Website bei Google
Der häufigste Grund ist zugleich der einfachste: Die Website wird schlicht nicht gefunden. Wer „Elektriker in Bochum“ oder „Physiotherapie Köln-Ehrenfeld“ sucht, klickt fast immer auf eines der ersten Ergebnisse oder auf einen Eintrag in der Kartenansicht. Taucht Ihre Website dort nicht auf, existiert sie für diese Menschen praktisch nicht.
Ursachen sind oft fehlende oder unpassende Seitentitel, keine eigenen Seiten für die einzelnen Leistungen, fehlende Ortsangaben oder technische Hürden, die Google das Lesen der Seite erschweren. Eine Website, die nur aus einer Startseite mit allgemeinem Text besteht, hat bei konkreten Suchanfragen kaum eine Chance.
2. Das Google-Unternehmensprofil fehlt oder ist unvollständig
Bei lokalen Suchanfragen zeigt Google oberhalb der normalen Ergebnisse eine Karte mit drei Unternehmen an. Diese Plätze entscheiden über einen großen Teil der Anrufe. Grundlage dafür ist das kostenlose Google-Unternehmensprofil. Fehlt es, sind Kategorien falsch gewählt, fehlen Öffnungszeiten, Fotos oder Leistungen, verschenken Sie Sichtbarkeit genau dort, wo Kunden mit konkreter Absicht suchen.
3. Die Website ist auf dem Smartphone mühsam zu bedienen
Ein großer Teil der Besucher kommt heute über das Smartphone. Wenn Texte zu klein sind, Schaltflächen zu dicht beieinander liegen oder man seitlich scrollen muss, springen viele Besucher nach wenigen Sekunden wieder ab. Google bewertet die mobile Darstellung außerdem direkt mit. Eine Website, die nur am großen Bildschirm gut aussieht, verliert also doppelt.
4. Die Ladezeit ist zu lang
Jede Sekunde Wartezeit kostet Besucher. Häufige Bremsen sind riesige, nicht optimierte Bilder, zu viele Erweiterungen und Plug-ins, langsame Server oder eingebettete Inhalte, die die ganze Seite blockieren. Besonders unterwegs im Mobilfunknetz fällt das stark ins Gewicht. Eine schnelle Website ist kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass überhaupt jemand bis zum Kontaktformular kommt.
5. Es ist nicht klar, was Sie anbieten – und für wen
Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob sie hier richtig sind. Eine Überschrift wie „Herzlich willkommen auf unserer Website“ hilft dabei nicht. Viel besser funktioniert ein klarer Satz, der sagt, was Sie tun, für wen und wo: „Badsanierung aus einer Hand in Münster und Umgebung“. Dazu gehören eigene Unterseiten für Ihre wichtigsten Leistungen, auf denen Sie ausführlich erklären, wie Sie arbeiten und was der Kunde erwarten kann.
6. Der nächste Schritt fehlt
Viele Websites erklären ausführlich, enden dann aber ohne klare Aufforderung. Der Besucher ist interessiert, weiß aber nicht, was er jetzt tun soll. Auf jede wichtige Seite gehört ein deutlich sichtbarer nächster Schritt: anrufen, ein Formular ausfüllen, einen Termin anfragen. Die Telefonnummer sollte auf dem Smartphone direkt antippbar sein, das Formular kurz und verständlich.
7. Das Kontaktformular schreckt ab oder funktioniert nicht
Es klingt banal, kommt aber erstaunlich oft vor: Formulare, deren Nachrichten im Spam-Ordner landen, die nach dem Absenden keine Bestätigung zeigen oder die zehn Pflichtfelder verlangen. Prüfen Sie regelmäßig selbst, ob Ihr Formular funktioniert. Fragen Sie nur das Nötigste ab und bestätigen Sie den Eingang automatisch – so weiß der Interessent, dass seine Anfrage angekommen ist.
8. Es fehlt an Vertrauen
Menschen beauftragen lieber jemanden, den sie einschätzen können. Fehlen ein Foto des Inhabers, ein ehrlicher Text zur Arbeitsweise, ein vollständiges Impressum oder echte Bewertungen, bleibt ein Rest Unsicherheit. Wichtig dabei: Vertrauen entsteht durch Echtheit. Erfundene Bewertungen oder Stockfotos von lächelnden Teams bewirken eher das Gegenteil und sind zudem rechtlich riskant.
9. Die Website wird nicht gepflegt
Eine Website ist kein einmaliges Projekt. Veraltete Preise, Hinweise auf längst vergangene Aktionen oder ein Blog, dessen letzter Beitrag vier Jahre alt ist, signalisieren Stillstand. Auch Google bevorzugt Seiten, die regelmäßig gepflegt und um hilfreiche Inhalte ergänzt werden. Wer keine Zeit dafür hat, sollte die Pflege bewusst abgeben, statt sie dauerhaft aufzuschieben.
Was Sie jetzt tun können
Gehen Sie die neun Punkte ehrlich durch. Meist sind es zwei oder drei Baustellen, die den größten Unterschied machen. Ein sinnvoller Einstieg ist eine technische Bestandsaufnahme: Sind Titel und Beschreibungen gesetzt? Ist die Seite mobil nutzbar und schnell? Gibt es ein Impressum, eine Sitemap, strukturierte Daten?
Genau dafür haben wir unseren kostenlosen Website-Check gebaut. Sie geben Ihre Adresse ein und erhalten in wenigen Sekunden eine verständliche Auswertung mit Ampel für jeden Prüfpunkt und einer Erklärung, wie sich das Problem beheben lässt. Damit wissen Sie, wo Sie stehen – ganz ohne Fachchinesisch.
Wenn Sie danach merken, dass Ihnen schlicht die Zeit fehlt, sich um all das zu kümmern, ist das völlig normal. Sie sind Experte für Ihr Handwerk, Ihre Praxis oder Ihre Beratung, nicht für Suchmaschinen. Dann sprechen wir gern in einem unverbindlichen Erstgespräch darüber, welche Schritte für Ihr Unternehmen sinnvoll sind. Versprechen wie „Platz 1 garantiert“ werden Sie von uns nicht hören – wohl aber einen klaren Plan für messbar mehr Sichtbarkeit.